Bündnis für die Zukunft: Kämpferische Demonstration von Klimaaktivist:innen und BOSCH-Beschäftigten in München

„Es geht um unsere Zukunft!“ Unter diesem Motto sind wir am Freitag laut und nachdrücklich auf die Straße gegangen. Und haben gezeigt: Wir lassen uns nicht spalten!


„Werk erhalten, Produktion umstellen“!, „Wir werden kämpfen!“, „Gemeinsam gegen Entlassungen und Klimawandel!“ Mit vielen Schildern, kämpferischen Parolen und nachdrücklichen Reden sind gestern die verschiedenen Klimagruppen Münchens gemeinsam mit den Beschäftigten des BOSCH-Werkes und vielen weiteren Unterstützern auf die Straße gegangen. Sie alle alle waren dem Aufruf von „Klimaschutz und Klassenkampf“ gefolgt, den Kampf um das Werk und die Umstellung der Produktion auf die Straße zu tragen.In ihren Reden machten die Aktivist:innen und der betriebsrat des Werkes klar: „Es gibt keine Entlassungen für den Klimaschutz“. „Klimagerechtigkeit bedeutet auch, nicht hinzunehmen, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes unsoziale Politik für den Profit gemacht wird“, erklärte Lisa von Extinction Rebellion in ihrer Rede. Der Betriebsratsvorsitzende Giuseppe Ciccone machte in seinem Beitrag deutlich: Ohne Kampf wird das Werk in München Berg am Laim nicht aufgegeben werden. „Und wir werden in diesem Kampf an eurer Seite stehen!“, ergänzte Mia von „Klimaschutz und Klassenkampf“. „Wenn BOSCH das Werk wirklich schließt, bekommen sie es mit der Klimabewegung zu tun!“Auch Fridays For Future, das Antikapitalistische Klimatreffen, die didf-Jugend, Zukunft Erkämpfen und die Münchner Gewerkschaftlinke drückten in Reden ihre Solidarität mit dem Kampf der Beschäftigten aus – und machten klar: Der Kampf um das Werk hat gerade erst begonnen! (Organisiert worden war die Demonstration von „Klimaschutz und Klassenkampf“, einem Zusammenschluss von Beschäftigten des BOSCH-Werkes und Münchner Klimaaktivist:innen. Sie fordern den Erhalt des von der Schließung bedrohten Werkes und eine Umstellung der Produktion hin zu klimafreundlichen und gesellschaftlich nützlichen Produkten. ) „Die Produktion rein nach Profit trifft die Beschäftigten, die nun einfach auf die Straße gesetzt werden sollen“, erklärte Mia von Klimaschutz und Klassenkampf, „Aber sie trifft auch uns alle – denn mit einem bewohnbaren Planeten ist diese Art des Wirtschaftens nicht vereinbar!“

Auch in den nächsten Wochen und Monaten wird die Münchner Klimabewegung fest an der Seite der BOSCH-Belegschaft stehen. Denn, wie es im Aufruf heißt: „Es geht um die Zukunft von 250 Menschen – genau jetzt. – Und es geht um die Zukunft von uns allen. Zu jeder zeit.“

Die Fotos stehen zu Ihrer freien Verfügung. Bitte geben Sie Aaron
Karasek als Fotografen an.